„Von Goldmachern, geheimen Waffenlagern und Zeitfreiwilligen“

10. Geschichtsstunde zu Freiberg in der Weimarer Republik

"Von Goldmachern, geheimen Waffenlagern und Zeitfreiwilligen" handelt die zehnte Geschichtsstunde im Festjahr "850 Jahre Freiberg" am 10. Oktober. Sie findet wie gewohnt um 19 Uhr in der Konzert- und Tagungshalle Nikolaikirche statt. Stefanie Preißler, Doktorandin im Graduiertenkolleg "Geschichte der Technischen Universität Bergakademie Freiberg im 20. Jahrhundert" spricht über Freiberg zur Zeit der Weimarer Republik (1918–1933). Diese von zahlreichen Krisen aber auch Aufbruchstendenzen geprägte Phase zählt zu den spannungsreichsten Zeitabschnitten der jüngeren deutschen Geschichte.

Dieses Spannungsfeld zwischen Demokratisierung in der ersten deutschen Demokratie aber auch Radikalisierung in der "Republik ohne Republikaner" wird anhand von interessanten Fallbeispielen charakterisiert: So geht es unter anderem um das bislang wenig erforschte Zeitfreiwilligenbataillon Freiberg, das deutsch-völkisch motivierte Brüderpaar Küchenmeister, das in das Attentat auf Reichsaußenminister Walther Rathenau verwickelt war, und den Fund eines geheimen Waffenlagers auf dem Abrahamschacht. Weitere Themen sind die Gründung der NSDAP-Ortsgruppe, der skandalumwitterte Prozess um den Goldmacher Franz Tausend und die Ereignisse des 27. Oktober 1923, des so genannten Freiberger Blutsonnabends.

Der Eintritt ist frei!