Philosoph-Theologe-Naturforsche: Vortrag zu Dietrich von Freiberg am 15. März

Einer der scharfsinnigsten und kritischsten Denker des Hohen Mittelalters steht im Zentrum eines Vortrags, zu dem der "850 Jahre Freiberg" e.V. am 15. März einlädt. Dietrich von Freiberg, um 1245 geboren, war Philosoph, Theologe und Naturforscher. Ihm widmet sich Prof. Dr. Karl-Hermann Kandler, selbst Theologe und Autor. 

Dietrich von Freiberg wurde erstmals 1274 als "Lector Vribergensis studens Parisius" erwähnt. Um 1271 war er Lektor am Freiberger Dominikaner-Konvent St. Pauli, 1293 wurde er zum Provinzial der Ordensprovinz Teutonia gewählt, die in seiner Amtszeit mehr als 150  Konvente umfasste. 

39 Schriften Dietrichs sind namentlich bekannt, 30 sind überliefert. Sie befassen sich vor allem mit der Lehre von der Gottes- 
und Selbsterkenntnis, mit theologischen Fragen, die er  philosophisch untersuchte und mit der Naturforschung. Auch die bekannte Regenbogentheorie geht auf Dietrich von Freiberg zurück. Seine Erklärungen zur Entstehung der Regenbogenfarben, ihrer Anzahl und Abfolge sowie dem Einfluss des Sonnenstandes haben bis heute Gültigkeit. 

Der Theologe Prof. Dr. Karl-Hermann Kandler, Jahrgang 1937, hat in seiner wissenschaftlichen Laufbahn 12 Monographien, rund 70 Aufsätze, mehr als 300 Rezensionen sowie zahlreiche Artikel und Kirchliche Betrachtungen in der Presse verfasst. 

Der Vortrag findet um 19 Uhr im Albertinum des Geschwister-Scholl-Gymnasiums statt. Der Eintritt ist frei.