Freiberger Bergrecht war Vorbild für moderne Gesetzgebung

"850 Jahre Freiberg": Vortrag zur Entstehung des Bergrechts im Mittelalter mit Dr. Peter Hoheisel am 29. Februar 

Um erfolgreich Erze aus dem Berg zu fördern, brauchte es von Anfang an mehr als eine starke Gemeinschaft und gute technische Ausrüstung. Bereits im Mittelalter berührte der Bergbau zahlreiche Rechtsbereiche, die alle miteinander vereinbart werden mussten: das Recht an Grund und Boden des Grundherrn und das Königsrecht an den edlen Bodenschätzen. Auch mit den anderen Bergleuten, die in unmittelbarer Nachbarschaft Bergbau betrieben, musste man sich einigen.

Schon vor 700 Jahren gab es in Freiberg das erste bekannte Bergrecht, das als Ausgangspunkt für die sächsischen Bergordnungen des 16. Jahrhunderts gilt und damit in wesentlichen Bestimmungen das Vorbild für das preußische und sogar das moderne Bergrecht darstellt. Der Entstehung dieses Bergrechts widmet sich Dr. Peter Hoheisel in einem Vortrag am 29. Februar und greift damit im Jubiläumsjahr "850 Jahre Freiberg" einen ganz speziellen Aspekt der Geschichte der Silberstadt heraus. 

Hoheisel ist seit 2007 Leiter des Sächsischen Bergarchivs Freiberg. Nach seinem Geschichtsstudium an den Universitäten München und Göttingen war er zunächst am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen tätig, bevor er ein Archivreferendariat in Marburg absolvierte. 

Der Vortrag findet um 19 Uhr im Bergarchiv im Schloss Freudenstein statt. Der Eintritt ist frei.