"850 Jahre Freiberg": Rauschendes Fest eröffnet Jubiläumsjahr 2012

Mit einer spektakulären Open-Air-Silvesterparty auf dem Freiberger Obermarkt begrüßten mehr als 3000 Freiberger und Gäste der Stadt das Festjahr zum 850-jährigen Jubiläum der Besiedlung der Freiberger Region. Mit viel Licht- und Showeffekten, wie u. a. illuminiertem Rathaus und "850"-Feuerfontänen, natürlich auch mit zahlreichen Bergmännern im Fackelschein und dem gemeinsamen Singen des Steigerliedes, stimmte die Party auf das bevorstehende Festjahr ein, in dem sich sicher unvergessliche Höhepunkte wie eine Perlenkette aneinanderreihen. Und es gab eine besondere Premiere zum Start ins Festjahr: Die Freiberger "Notendealer" präsentierten ihr Freiberglied - das offizielle Lied zum 21. Tag der Sachsen im September. Ein Ohrwurm und eine Liebeserklärung an die Jubiläumsstadt. "Will mein Leben gern hier leben" heißt es in der Jubiläumskomposition, und die jungen Männer versprechen hier singend, sich ihr "Herz aus Silber" zu bewahren. Ganz sicher wird dieser Song im Freiberger Jahr der Jahrhunderte vieler Orten und oft zu hören sein. Gelegenheiten gibt es dafür viele, denn gefeiert wird das 850-Jährige ein ganzes Jahr lang. Dafür haben die Stadt und ihre Partner das Jahr der Jahrhunderte als rauschendes Fest mit Kunst, Kultur, Bodenständigem und Wissenschaftlichem sowie viel Unterhaltung organisiert. 


Symbol und Botschafter des Jubiläumsjahres ist das "Herz aus Silber". Seit über acht Jahrhunderten schlägt es in Freiberg beständig und steht für die Geschichte der Stadt, aber auch für die Freiberger Bürger, die seit jeher stolz auf diese Geschichte sind. "Das Herz aus Silber, das den Freibergern seit über acht Jahrhunderten oft bis zum Hals schlägt, aber nie in die Hose rutscht, ist als Sinnbild des Bergbaus auch ein Symbol für Zukunft aus Tradition, für die beständige Entwicklung unserer Stadt. Sein Pulsieren möge bei allen Herausforderungen und für unser Miteinander immer wieder bestimmend sein", wünschte Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm zum Jahreswechsel.


Bereits seit Monaten ist das "Herz aus Silber" auf Fahnen, Bannern, Plakaten, Aufklebern, Briefen und Fahrzeugen als Werbeträger unterwegs, um die Freiberger und ihre Gäste auf das Festjahr einzustimmen. Ein großformatiger Kalender 2012 stimmt mit einer Reise durch die Jahrhunderte ebenfalls auf das 850-jährige Jubiläum ein. 
Die Besucher erwarten im Festjahr hochkarätige Konzerte mit klassischer und moderner Musik. Zu nennen wäre hier stellvertretend  der Konzertabend am 31. März 2012 um 17 Uhr im Dom St. Marien, der Christoph Demantius, dem bedeutenden Freiberger Komponisten, gewidmet ist. Die cordae freybergensis und cappela vocale der Freiberger Dom-Music spielen die Deutsche Passion nach dem Evangelisten Johannes des Meisters. Ein weiterer musikalischer Höhepunkt verspricht die Aufführung von Carl Orffs "Carmina burana" am 2. Juni um 17 Uhr auf dem Untermarkt zu werden.


Im Jahr der Jahrhunderte werden auch Wissenschaftler und Historiker auf Freiberg blicken.  Die Internationale Tagung zur Besiedlung und Frühgeschichte Freibergs aus Anlass des Jubiläumsjahres im Mai  sowie die 63. Internationale  Freiberger Mineralienbörse werden bundesweit und internationale Erwähnung finden. Ebenso bedeutungsvoll ist die Lampadius-Konferenz im April 2012. Der Chemiker, Erfinder, Fachschriftsteller und Hüttenmann ist vor allem als erfolgreicher Hochschullehrer an der Bergakademie Freiberg und Verfasser zahlreicher Lehrbücher in die Wissenschaftsgeschichte eingegangen.


Ein buntes Feuerwerk an Kunst und Kultur hält die Festwoche mit Bergstadtfest vom 24. Juni bis 1. Juli 2012 bereit.  Hierfür konnte unter anderem der Dresdner Kreuzchor  (26. Juni, 20 Uhr) engagiert werden. Die Festwoche wartet zur Eröffnung mit einer grandiosen Bergparade auf, zu der über 1000 Bergleute aus dem In- und Ausland erwartet werden. Höhepunkt der Festwoche wird zweifellos der Festumzug werden, an dem rund 1500 Freiberger sowie der Dresdner Fürstenzug und die Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft mitwirken und die über 800-jährige Geschichte Freibergs lebendig werden lassen. 

Außerdem kehrt im Jubiläumsjahr der Tag der Sachsen mit seiner 21. Auflage an seinen Ursprung zurück: Das sächsische Volksfest feierte 1992 in Freiberg seine Premiere. Zum 21. Tag der Sachsen vom 7. bis 9. September 2012 werden rund 450.000 Gäste in der Universitätsstadt  erwartet.  Auf dem größten Volks- und Heimatfest der Sachsen vereinen sich Lebensfreude, Kultur und Engagement der Menschen. Künstler und Vereine präsentieren sich, Sportler zeigen ihr Können, Händler und Handwerker sorgen für ein buntes Marktleben. Auf den Festbühnen und -plätzen erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm mit Musik und Unterhaltung, Information, Spannung und Spaß von morgens bis abends. Ein Höhepunkt ist der Festumzug sächsischer Vereine durch die Freiberger Altstadt am Sonntag. 

Gleich der heutige Neujahrstag wird ganz im Zeichen des "Herz aus Silber" stehen. Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm wird zwischen 14 und 15 Uhr im Freibergsdorfer Hammerwerk ein Herz schmieden und mit ihm die Zeitreise im Zug der Zeit durch acht Jahrhunderte Stadtgeschichte symbolisch starten. 

Auf diese Reise laden auch die Geschichtsstunden zur Stadtgeschichte ein, gestaltet vom Altertumsverein und dem Fremdenverkehrsverein Freiberg. Jeden Monat wird es eine Geschichtsstunde geben. Sie führen von den Anfängen der Mark Meißen über den Bauboom in Spätgotik und Renaissance bis in die Gegenwart. Auftakt dieser Reihe ist am 11. Januar, 19 Uhr im Städtischen Festsaal. Dr. André Thieme wird dann zum Thema "Die Anfänge der Mark Meißen - Mythos und Geschichte" sprechen. Oberbürgermeister und Stadtchor werden die Geschichtsstunden eröffnen.

"Bringen auch Sie Ihr Herz ein: Feiern Sie mit und gestalten Sie mit, erleben Sie die Entwicklung im Freiberger Land, in einer Region der Zukunft in Sachsen in Deutschland", lädt Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm ein. Denn eines ist klar: "Wer Sachsen kennen will, muss Freiberg gesehen haben."