4. Geschichtsstunde: Klöster und Hospitäler in Freiberg

Vortrag in der Nikolaikirche am 11. April, 19.00 Uhr

Klöster und Hospitäler sind Thema der 4. Geschichtsstunde, zu denen der "850 Jahre Freiberg" e.V. am 11. April einlädt. Referent in der Nikolaikirche ist diesmal Prof. Dr. Karl-Hermann Kandler.

Freiberg besaß bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts neben den fünf Stadtkirchen drei Klöster: das Dominikanerkloster, das Franziskanerkloster und das Jungfrauenkloster der Magdalenerinnen. Zu ihrer Geschichte ist wenig bekannt. Alle drei Klöster wurden in der Reformationszeit aufgelöst, von ihnen ist heute fast keine Bausubstanz mehr erhalten.

Die beiden Hospitäler St. Johannis und St. Bartholomäi, beide um 1220 gegründet, versorgten nicht nur Kranke, sondern auch die Armen der Stadt. Durch Stiftungen ist besonders das Johannishospital vermögend geworden, es besaß mehrere Dörfer der Umgebung. Anders als die Klöster blieben die Hospitäler auch über die Reformationszeit hinaus erhalten - bis zum Ende des 2. Weltkrieges. Danach wurden sie aufgelöst und ihr Besitz verstaatlicht. Heute verwaltet die Saxonia-Stiftung das Eigentum der ehemaligen Hospitäler.

Prof. Dr. Karl-Hermann Kandler ist Theologe. Er hat in seiner wissenschaftlichen Laufbahn 12 Monographien, rund 70 Aufsätze, mehr als 300 Rezensionen sowie zahlreiche Artikel und Kirchliche Betrachtungen in der Presse verfasst.

Die Geschichtsstunde beginnt um 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei.